Fédération Européenne des Cités Napoléonienne

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documenta Stadt wird nun auch „Napoleonstadt“

Die Stadt Kassel wurde am Freitag, 20.06.2008 als dritte deutsche Stadt in den Europäischen Verbund der Napoleonstädte aufgenommen. Bei einer Pressekonferenz im Fridericianum wurde der nordhessischen Metropole durch den Präsidenten des Verbundes, Prinz Charles Napoléon die Urkunde zur Mitgliedschaft überreicht. Der Kasseler Kulturbürgermeister Thomas-Erik Junge betonte, dass es im Städteverbund um einen europäischen Austausch über das geschichtliche Erbe der napoleonischen Epoche ginge, der besonders über gemeinsame touristische Projekte realisiert werden könne. Der Oberbürgermeister der Stadt Jena, Dr. Albrecht Schröter, sandte anlässlich des Beitritts der Stadt Kassel ein Grußwort.

 

Von seiner Residenz Kassel aus, regierte Jérôme Bonaparte, der jüngere Bruder Napoleons, zwischen 1807 und 1813
das neu geschaffene Königreich Westphalen. Seine Staatsführung hat die Region bereichert und die Entwicklung moderner Errungenschaften ermöglicht. Ebenso hat er wichtige kulturelle Entwicklungen gefördert in der allgemeinen Kunst, der Malerei, der Architektur, der Musik und des Theaters. Kassel wurde kulturelles Zentrum des Norddeutschlands dieser Epoche. In seiner Verkörperung von Ordnung und Vernunft ist dieser Stil repräsentativ für ein Königreich, das zu den ersten in Deutschland gehörte, welches eine Verfassung und ein Parlament erhielten.

 

Jena ist seit 2004 im Europäischen Verbund der Napoleonstädte vertreten und hält die deutsche Vizepräsidentschaft. Der Europäische Bund der Napoleonstädte ist eine Gemeinschaft, die sich der Bewahrung und Erinnerung an das napoleonische Zeitalter verschrieben hat. Ziel des Bundes ist der Erhalt des gemeinsamen kulturellen Erbes und damit auch ein Brückenbau im vereinten Europa. Über 30 Städte aus Frankreich, Italien, Polen und Belgien engagieren sich im Städtebund. Weitere deutsche Städte haben ihr Interesse am Städteverbund bekundet: Leipzig, Erfurt und Weimar.