Fédération Européenne des Cités Napoléonienne

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„Einfach kaiserlich! Die Gärten der Familie Bonaparte“

Eine Ausstellung des Napoleonmuseums Thurgau Schloss und Park Arenenberg in Zusammenarbeit mit der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloß Branitz.

 

Den Feldherrn Napoleon I. kennt jeder und wohl auch sein typische Haltung: wie er mit angewinkeltem Arm, die Hand in die Knopfleise seines Uniformrocks gesteckt, seine Europa nachhaltig erschütternden Schlachten beobachtet. Aber wer hat ihn je auf den Spaten gestützt gärtnern sehen? Die Ausstellung von Schloss und Park Arenenberg unternimmt eine gärtnerische Weltreise auf den „grünen" Spuren der Familie Bonaparte. Erstaunliches ist dabei zu erfahren. So zum Beispiel wie sich jener „Weltherrscher" Napoleon I. nach seiner Verbannung in die Gartenarbeit stürzt und seine Ländereien gestaltet. Sein Neffe, Napoleon III., der letzte Kaiser der Franzosen, verbringt die wichtigsten Jahre seines Lebens auf Schloss Arenenberg, im Kanton Thurgau am Bodensee gelegen. Hier umgibt ihn ein von seiner Mutter, der Königin Hortense, angelegter Landschaftsgarten. Die dortigen Parkbilder mit Grotten und Wasserspielen inspirieren ihn zur Gestaltung eigener Parkanlagen. So arbeitet er später, schon Kaiser, mit einem Großen der europäischen Gartenkunst zusammen, mit dem Fürsten Pückler.
„Mit dem Kaiser der Franzosen im Bois de Boulogne wörtlich gearbeitet", schreibt Pückler. Er träumt gar von gewaltigen Visionen der Gemeinsamkeit: „...so möchten wir beide wohl noch etwas ausführen ..., was die Welt in der Art vielleicht noch nie gesehen!"
Dazu kommt es nicht. Pücklers Wendungen im Verhältnis zu den Napoleons sind erstaunlich. Immerhin waren es die Truppen des Onkels vom Bois-de-Boulogne-Gärtner, die Soldaten Napoleon I., die Pücklers Standesherrschaft Muskau verwüsten. Der Kaiser lässt Pückler sogar arretieren. Der Hinrichtung als Spion entgeht der junge Standesherr gerade noch und kämpft erfolgreich gegen Napoleons Armee. Nach der Niederlage des Franzosen geht Muskau infolge des Wiener Kongresses von Sachsen an das von Pückler ungeliebte Preußen. Das erschüttert auch die ökonomische Basis der Standesherrschaft. Die Schulden zwingen Pückler schließlich, Muskau zu verkaufen. Dafür legt er jedoch in Branitz einen Park an, eine „Oasis in der Wüste", von der aus Pückler, 85jährig, gegen den „Gartenkollegen" Napoleon III. im Deutsch-Französischen Krieg zu Felde ziehen will.

 

Fürst Pückler Museum
Park und Schloß Branitz

Gutshof
Robinienweg 5
03042 Cottbus

Tel.: +49(0)3 55 - 7 51 50
Fax : +49(0)3 55 - 7 51 52 30

info@pueckler-museum.de