Fédération Européenne des Cités Napoléonienne

Gehe zu Navigation | Content | Language

Santa-Teresa

Die Stadt Santa Teresa Gallura liegt auf Sardinien, in der Provinz Olbia-Tempio, am Ende der nördlichen Küste Sardieniens der Gallura. Die Stadt schaut auf die Meerenge  Bocche di Bonifacio (Strait of Bonifacio), wo täglich Fähren Sardinien und die Insel Korsika verbinden, von der Santa Teresa etwa 14 Kilometer entfernt liegt. Santa Teresa hat aktuell 5218 Einwohner.

Archäologie und Geschichte
Die Geschichte Santa Teresas beginnt mit der Nuraghensiedlung Lu Brandali, welche auf der Spitze eines Granitfelsen liegt, von dem aus man eine spektakuläre Sicht hat. Diese archäologische Stätte ist ein bedeutendes Beispiel für Bauweisen, die von Gallura ausgingen: Nuragher, Dörfer aus Berghütten und Steinbauten und die Gigantengräber.

Die ersten Siedler waren die Phönizier und die Karthager, von dennen noch viele Spuren sichtbar sind. Später kamen die Römer und bauten den Hafen von Longonis, der heute Marina di Longonsardo genannt wird und ein moderner, hervorragend ausgestatteter touristischer Hafen ist. Während der Kaiserzeit siedelten die Römer in Capo Testa, wo noch immer Reste von Steinbrüchen und Granitverarbeitung zu sehen sind. Granitsäulen und -kapitäle wurden über das Meer gesandt, um die wunderschönen, römischen Gebäude zu schmücken.

Am Eingang zum Hafen sind noch immer die Reste der Burg von Longonsardo zu sehen, ein wichtiges Objekt aus der julianischen Tage, gebaut um den Handelstausch in der Meerenge zu kontrollieren. Die sardinischen Giudici (Richter) und die katalanisch-aragonesische Krone kämpften um die Burg bis sie in 1420 von letzteren zerstört wurde.

Das Hauptsymbol der Stadt Santa Teresa ist der Spanische Turm von Longonsardo. Dies ist ein überschattendes Bauwerk am Eingang des Hafens zur Meerenge hin. Es wurde im 16. Jahrhundert gebaut vom spanischen König Philip II, zusammen mit  79weiteren Türmen als Teil einer Überwachunsganlage für das gesamte Gebiet.

Im Juni 1802 begann eine revolutionäre Erhebung hervorgerufen durch das Vertrauen in Napoleon Bonaparte und die Ideale der Französischen Revolution und durch die Hoffnung auf Freiheit. Ein früher Versuch, der jedoch scheiterte wurde von Giovanni Maria Angioy unternommen. Später versuchte eine Gruppe von sardinischen Patrioten, die auf Korsika Zuflucht suchten, die Küstentürme in Gallura anzugreifen. Der Anfüher dieser Rebellen war der Priester Francesco Sanna Corda, geboren in Torralba, ordiniert mit einem höheren Abschluss in Theologie, Gemeindeprister seiner Heimatstadt bis er wegen seiner Ideen ins Exil musste.

Während seines Exils, zunächst in Paris und später in Ajaccio, wurde er zum Bwixhtvater der Mutter Napoleons, Letizia Ramolino Bonaparte, die ihm einige Empfehlungsschreiben an den sardinischen Klerus übergab. Francesco und die Gruppe Patrioten, die ihm folgte, waren von dem Traum ermutigt, die Prinzipien der Französischen Revolution auch nach Sardinien zu bringen und die Insel vom Feudalismus zu befreien, den die Monarchie in Savonie über sie brachte und diese vielleicht eines Tages durch eine Art sardinisch-französische Republik zu ersetzen.

Die Rebellen konnten die Türme von Vignola, Isola Rossa und Longonsardo erobern, auf denen die französische Flagge dann für einige Tage wehte, sichtbar für alle in der Meerenge von Strait of Bonifacio. Das Abenteuer hatte ein tragisches Ende: Francesco Sanna Corda starb im Kampf am Fußende des Turmes von Longonsardo während die anderen Revolutionäre verraten wurden und dann eigesperrt, gefoltert und getötet.

Diese Episode stellt das der Gründung der Stadt Santa Teresa vorausgehende Ereignis dar: um die Rebellion zu unterdrücken, kam der Leutnant des Foreign Hunters' Corps, Pietro Francesco Maria Magnon. Sofort wurde er zum Befehlshaber des Turms Longonsardo berufen und so wurde er Teil der Geschiche dieses Teils der Gallura, wo einige Jahre später durch ihn, Santa Teresa geboren wurde unter der Verwaltung von Tempio Pausania.

Die Gründung der Stadt Santa Teresa hat einige Besonderheiten: Zunächst ist sie einer der wenigen Städte, die tatsächlich ein Gründungsdatum besitz, zertifiziert mit einem königlichen Diplom auf den 12. August 1808. Santa Teresa hat auch das Vorrecht seit seiner Gründung über ein gut definierten städtischen Plan zu verfügen, gezeichnet "mit eigenen Händen" durch den König Vittorio Emanuele I, der seine Inspirationen von der Stadt Turin mit ihren quadrilateralen Hauptstraßen und den rechtwinkligen Kreuzungen entnahm.

Magnon's frühe Jahre in Santa Teresa waren nicht einfach, doch konnte er das stetige Wachstum der Stadt erleben. Jedoch nicht bis zu ihrer Autonomie, da er 1814 ermordet wurde.

Der 15. November 1821 ist für Santa Teresa ein historisches Datum, an diesem Tag wurde die Stadt autonom und löste sich von Tempio Pausania. In 1825 wurde der Hafen ausgebaggert, so dass auch mittelschwere Tonnage-Schiffe passieren konnten. Der Handel intensivierte sich, insbesondere mit der Toskanan und Korsika, und dies gab der Wirtschaft der Stadt einen langsamen aber stetigen progessiven Impuls.

In 1862 wurde der Stadt per Dekret des Königs Vittorio Emanuele II ihr jetziger Name Santa Teresa verliehen. 

ALaut Dokumenten begrüßte Santa Teresa bereits in den ersten Jahren um 1900 touristische Besuche und schun um 1920 wurden Zimmer und Wohnungen vermietet. In den frühen 50iger Jahren erlebte Santa Teresa touristischen Aufschwung der modernen Art, als ausländische Touristen, vorrangig cDeutsche die Stadt entdeckten. Innur einer Dekade veränderte sich die traditionelle Wirtschaft in touristisch orientierte Aktivitäten.

Seitdem entwickelten sich Santa Teresa und ihre touristischen Strukturen: heutzutage sind ihre Strände in der ganzen Welt bekannt und geschätzt. Seit 1987 weht auf dem Hauptstrand "Rena Bianca" die blaue europäische Flagge.

Die Region und ihre Umgebung
Sie können Santa Teresa sehr einfach vom Hafen und Flughafen Olbia erreiche, vom Hafen Torres Port und vom Flughafen Alghero.
Denjenigen, die sich Santa Teresa über Land nähern, mag die Stadt auf den ersten Blick wie eine typische sardinische Stadt erscheinen, die in der Ebene liegen. Aber die Stadt liegt auf einem Hügel, 44m über dem Meeresspiegel.

3 km vom Stadtzentrum entfernt liegt die Halbinsel Capo Testa, eine der am meisten faszinierenden Regionen Sardiniens mit wunderbaren Stein- und Granitszenerien, offiziell den SCI Titel tragend ("Sito di Interesse Comunitario"- Site of Community Interest). Auf dem westlichen Teil steht der Leuchtturm, aktiv seit 1845. Endemische Arten von mittelalterlichem Unterholz überleben hier immer noch  und im Cala Grande, mit seiner einzigartigen ursprünglichen Natur überlebt immer noch der "Bedriaga lizard".

In der Umgebung von Santa Teresa gibt es andere Landschaften und Strände wie den Santa Reparata, La Marmorata, Porto Quadro, Valle dell'Erica und Conca Verde. Santa Teresa hat zwei hauptsächliche städtische Divisionen: Porto Pozzo und San Pasquale.

Nicht allzuweit vom Stadtzentrum und umrahmt von schattigen alten Olivenbäumen liegt die Kirche Buoncammino. Neben den Gottesdiensten finden hier ebenso wichtige Landesfetivals statt.

Typische Küche
Kulinarische Spezialitäten von Santa Teresa mit Einflüssen der lokalen Tradition sind: la suppa cuata (typische Speisen zu Festen wie Hochzeiten), li pulicioni (süße Ravioli mit Ricotta Käse gefüllt), lu casgiu furriatu (geschmolzener Käse mit Sahne und Mehl, traditionelle Speise, die unverheiratete Mädchen in der Nacht von San Giovanni essen), und lu ziminu, eine typische Fischsuppe. Typische Desserts sind: li acciuleddi (ein Oster-Dessert) und li canestri. Diese kulinarischen Spezialitäten können in den vielen Restaurants in und um Santa Teresa herum genossen werden.

Veranstaltungen
Die Gemeinde Santa Teresa Gallura bietet viele jährlich wiederkehrende Veranstaltungen an: im Mai den ESTIVA CUP, ein internationales Segelboot-Rennen, am 12. August das Gründungsfest, mit einer Parade und Gedenken an den historischen Gründungstag, und zum Ende August hin das wichtige Internationale Fets der Jazz-Musik "FESTIVAL MUSICA SULLE BOCCHE - MUSIQUE SUR LES BOUCHES", mit Konzerten in der Stadt. Im Oktober findet die  RALLY DELLE BOCCHE und die religiösen Feierlichkeiten zu Ehren San Vittorio, in Santa Teresa und San Isidoro statt; im Dezember findet der Gedichte-Wettbewerb LUNGONI in Gallurischen und korsischen Dialekten statt.


Kulturbüro: tel. 0789 /740914 - 740924 - 740944 fax 0789 740946
e-mail : serviziculturali@comunesantateresagallura.it

Oberbürgermeister
Pierantonio Bardanzellu
Tel. 0789 740901
Fax 0789 754794
E-mail: sindaco@comunesantateresagallura.it

www.comunesantateresagallura.it