Fédération Européenne des Cités Napoléonienne

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Bautzen-Dr.-Gregorius-Mättig Stiftung - Besuch Charles Napoleon in 2009

Bäcker unterstützen die Mättig-Stiftung
Sächsische zeitung, Ausgabe Bautzen
Von Christoph Scharf


Die Dr.-Gregorius-Mättig Stiftung ist jetzt mit der Präsentation des neuen Mättigbrots in das neue Jahr gestartet. 2009 hat die Einrichtung, die sich auf den Bautzener Arzt, Ratsherr und Mäzen Mättig bezieht, einiges vor.

Veranstaltungen 2009

Wie im Vorjahr will die Stiftung dem geistig-kulturellen Leben Bautzens wichtige Impulse geben. So führt sie die Vortragsreihe mit dem Melanchthon-Gymnasium „Werte-Wege-Welt" fort. „Ein Höhepunkt wird der Besuch von Prinz Charles Napoleon sein", sagt Dr. Uwe Koch, der Vorsitzende des Stiftungsrats. Der Nachfahre Kaiser Napoleons kommt vom 8. bis zum 10.Mai auf Einladung des Oberbürgermeisters und der Stiftung zur Museums-Neueröffnung nach Bautzen.

Charles Napoleon ist der Präsident des „Europäischen Verbunds der Napoleonstädte", zu denen neben Städten in Italien, Frankreich und Polen auch Jena gehört. Beim Besuch soll über eine Aufnahme Bautzens gesprochen werden - denn bald steht der 200. Jahrestag der Schlacht bei Bautzen von 1813 an. „Wir erhoffen uns davon, dass Bautzen kulturtouristisch europaweit bekannter wird", sagt Uwe Timm. - Außerdem strebt die Stiftung eine Zusammenarbeit mit der Fraunhofer-Gesellschaft in Dresden an. So soll jungen Bautzenern der Zugang an moderne Forschungseinrichtungen geöffnet werden.

Ein neues Mättig-Buch

Gemeinsam mit dem Stadtmuseum erarbeitet die Stiftung derzeit eine neue Publikation über Gregorius Mättig und seine Stiftung. „In den Archiven fand sich einiges Überraschendes", sagt Dr. Uwe Koch. Anhand der Biographien der Stipendiaten der vergangenen Jahrhunderte lassen sich Verbindungen von Bautzen nach ganz Europa nachzeichnen. Darunter ist auch die Geschichte eines hiesigen Juristen, der in Nordamerika für die Cherokee-Indianer einen utopischen Kleinstaat entwarf. - Wie bei der Sanierung des Mättig-Gemäldes unterstützt auch dieses Mal die Sparkassenstiftung das Projekt, das auf älteren Publikationen aufbaut und deren Ergebnisse mit aktuellen Daten ergänzt. Neu ist ein Kapitel von Bautzens langjähriger Denkmalpflegerin Christa Kämpfe: Sie erarbeitet einen touristischen Spaziergang auf den Spuren Mättigs durch Bautzen. Das Buch erscheint Mitte des Jahres im Rahmen der Bautzener Museumsschriften.

Das Mättig-Stipendium

Noch bis Ende Februar sind Bewerbungen für das erste Mättig-Stipendium möglich, das im September ausgereicht werden soll. „Wir wollen junge Menschen aus der Region bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit unterstützen und so auch hier in der Oberlausitz halten", sagt Koch. Für das erste Stipendium gab das Unternehmerpaar Gebhardt 1200 Euro. Damit sollen Nachwuchs-Wissenschaftler gefördert werden, die sich mit dem kulturhistorischen Erbe der Oberlausitz befassen - besonders auch mit dem Leben von Gregorius Mättig. „Wir hoffen auf weitere Partner."

Ein neuer Bildungsfonds

Zusätzliche Unterstützer werden auch für einen neuen Bildungsfonds gesucht, der nun aufgelegt wird. Das Bildungsunternehmen WBS-Training kündigte der Stiftung dafür eine 1000Euro-Spende an. „Aus diesem hoffentlich bald anwachsenden Fonds wollen wir künftig Schulen der Region und Schüler aus sozial schwachen Familien unterstützen", sagt Uwe Koch.