Fédération Européenne des Cités Napoléonienne

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Großbeeren


Willkommen in Großbeeren


Viel Vergangenheit, noch mehr Zukunft


Küsterteich

Die amtsfreie und wiederholt als kinder- und familienfreundlich ausgezeichnete Gemeinde befindet sich direkt südlich vor den Toren der Hauptstadt Berlin in naturräumlich attraktiver Lage. Auf einer Fläche von 52 km2 leben hier knapp 8.500 Einwohner.

Großbeeren wurde erstmals urkundlich erwähnt als „Grossen Bern“ im Jahre 1271 und gehört damit zu den ältesten Orten der Region. Frühgeschichtliche Funde lassen vermuten, dass hier schon seit der Mittleren Steinzeit gesiedelt wurde.

Charakteristisch für Großbeeren ist eine durchgrünte Einfamilienhausbebauung innerhalb ausgedehnter öffentlicher Grünflächen sowie Wald- und Wiesenlandschaften; in den Ortsteilen Diedersdorf, Heinersdorf und Kleinbeeren sind vielfach die historischen Dorfangerstrukturen noch erlebbar. Aufgrund touristischer Angebote wie dem Schloss Diedersdorf, der Wasserskiseilbahn-anlage oder der Golf-Range ist die Gemeinde zudem ein beliebtes Naherholungsziel. Weiterhin verfügt Großbeeren über ein umfangreiches Angebot sozialer Infrastruktur, einer Vielzahl an Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie ein reges Vereinsleben.


Als international herausragender Logistikstandort präsentiert sich das Güterverkehrszentrum Großbeeren auf Rang 4 in Europa. Auf einer Fläche von 400 ha haben sich im leistungsfähigsten GVZ Ostdeutschlands bereits 75 Unternehmen niedergelassen. Voraussetzung dieser positiven Entwicklung ist eine hervorragende Verkehrsinfrastruktur. So ist der Berliner Hauptbahnhof über den Regionalbahnanschluss in nur 19 Minuten zu erreichen; die PKW Fahrzeit in das Berliner Zentrum beträgt lediglich 40 Minuten; ebenso wird eine schnelle Erreichbarkeit der Landes-hauptstadt Potsdam und des 14 km entfernten Flughafens BER ermöglicht.

Die Schlacht bei Großbeeren 1813 und das alljährliche Siegesfest


Die Napoleonischen Befreiungskriege und die „Schlacht bei Großbeeren“ am 23. August 1813 haben tiefe Spuren in der Heimatgeschichte der Gemeinde hinterlassen. Der Gedenkturm, die Schinkelkirche, die Bülow-Pyramide und weitere Denkmale aus dieser Zeit prägen noch heute das Ortsbild.

Nach einem mehrwöchigen Waffenstillstand setzte Napoleon im Jahr 1813 seine „Armée de Berlin“ vom Baruther Raum aus in Bewegung mit dem Ziel, Berlin, das er als Hort des preußischen Widerstands gegen die Herrschaft der Franzosen ansah, erneut zu unterwerfen und zu besetzen. Auf verschiedenen Wegen marschierten die drei napoleonischen Corps unter Reynier, Bertrand und Qudinot auf Berlin zu, um sich im Laufe des 23. August 1813 bei Großbeeren wieder zu vereinigen und am darauf folgenden Tag gemeinsam Berlin zu erobern. Aber sie hatten die Rechnung ohne General von Bülow und dessen preußische Truppen gemacht. Diese griffen absolut überraschend für die napoleonischen Truppen noch am späten Nachmittag des 23. August hier bei Großbeeren unmittelbar vor den Toren Berlins bei strömendem Regen ihre Gegner an, drängten sie zurück und schlugen sie in die Flucht.

Man kann sich die Erleichterung der Menschen vorstellen, als in den späteren Abendstunden die Kunde nach Berlin drang, dass es General von Bülow mit seinen preußischen Truppen und deren Verbündeten der Nordarmee, bestehend aus Preußen, Russen und Schweden, gelang, die erneute Besetzung der Stadt zu verhindern. Noch in der gleichen Nacht trafen die ersten Verwundeten ein. Am nächsten Tag zog dann eine wahre Völkerwanderung mit Fuhrwerken voller Lebensmittel und Getränke nach Großbeeren, um die Sieger zu versorgen und sich bei den Rettern zu bedanken.

In den folgenden Jahren wurde es zur Tradition, am Jahrestag der Schlacht der Kämpfer, Verwundeten und Gefallenen zu gedenken und die „Schlachtfelder von Großbeeren“ zu besuchen. So entstand nach und nach die Tradition des Siegesfestes, das seit mehr als 200 Jahren praktisch alljährlich am Wochenende um den 23. August in unterschiedlicher Ausprägung durchgeführt wird und sich über die Jahre zu einem großen Volksfest entwickelt hat.


Geblieben ist der Grundgedanke, dass das Siegesfest mit Gefechtsvorführungen der Truppen mit seinen historischen Uniformen von 1813, dem historischen Biwak, Handwerkermarkt und Rummel, vorrangig dem Gedenken an alle Kämpfer der Schlacht - egal auf welcher Seite sie standen – gewidmet und dem Wunsch geschuldet ist, dass nie wieder Menschen in einem Krieg ihre Gesundheit oder ihr Leben lassen müssen. Diesen Gedanken bringen die Vertreter der historischen Truppen während der alljährlichen Kranzniederlegung an der Bülow-Pyramide in ihren Gedenkworten immer wieder zum Ausdruck.



Gedenkturm 1813 mit Museum und Aussichtsplattform (1913)

Der zum 100. Jahrestag der Schlacht bei Großbeeren erbaute Gedenkturm ist das 32 m hohe Wahrzeichen der Gemeinde. Er trägt folgendes Inschriftband: „Hier wurde am 23.8.1813 die französische Armee von den preußischen Truppen unter General von Bülow geschlagen. Der Sieg bewahrte Berlin vor drohender französischer Besetzung.“

Bülow-Pyramide (1906)

Die Bülow-Pyramide wurde 1906 auf dem Windmühlenhügel errichtet und ist General von Bülow gewidmet. Gebaut aus „auf den Schlachtfeldern von Großbeeren“ gesammelten Feldsteinen trägt sie zwei Gedenktafeln, eine mit den Worten Bülows: „Unsere Knochen sollen vor Berlin bleichen, nicht rückwärts“. Damit missachtete er den Rückzugsbefehl des schwedischen Alliierten und erteilte den Befehl zum Angriff auf die Franzosen und ihre Verbündeten. Der ursprüngliche Text, der leider kurz nach der Errichtung entwendeten Tafel lautete: „Diesseits Berlins sollen unsere Gebeine bleichen, nicht jenseits der Spree“.




Obelisk (1817)

Der nach Entwürfen von Schinkel erbaute, gusseiserne Obelisk wurde als erstes der Denkmale 1817 auf dem damaligen Kirchhof errichtet. Hier auf dem Kirchhof war es am 23. August 1813 zu schweren Kämpfen zwischen den verfeindeten Truppen gekommen. Die Inschrift lautet: „Die gefallenen Helden ehrt dankbar König und Vaterland. Sie ruhn in Frieden Gr:Beeren den 23. August 1813.



Schinkelkirche (1820)

Die Schinkelkirche war ein Geschenk des preußischen Königs Friedrich Wilhems III. an die hiesige Bevölkerung als Dank für die siegreiche Schlacht bei Großbeeren. Sie wurde im Oktober 1820, genau 60 Jahre nach der Zerstörung ihrer Vorgängerin im Siebenjährigen Krieg feierlich eingeweiht.

Weitere Informationen finden Sie unter:
Gemeinde Großbeeren
Am Rathaus 1, 14979 Großbeeren, Tel.: +49-(0)33701 3288 - 0, Fax: +49-(0)33701 3288 - 66,

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